BAUMEISTER stellt die komplexe Arbeitswelt von Architekten dar und zeigt Architektur in ihrer ganzen Emotionalität und Faszination. Spannendste Architekturprojekte, herausragende Innenarchitektur und Designinnovationen sowie Interviews mit den wichtigsten Köpfen der Branche. In vor Ort recherchierten Reportagen und exklusiven Essays werden die zentralen Fragen der Architekturwelt thematisiert.
Das, was trägt
Massiv von Bedeutung: Wandbaustoffe
Forschung beginnt im Kopf • So manches, was heute als Innovation gilt, war schon vor vielen Jahrzehnten bekannt. Thomas Baron, Leiter der Arbeitsgruppe Holz und Holzschutz am Finger-Institut für Baustoffkunde in Weimar, spricht über die Renaissance alter Bauweisen, die Grenzen neuer Baustoffsysteme und die Frage, was Bauen aus historischen Konstruktionen lernen kann. Warum dabei Pappel, Lehm und KI zusammengehören, verrät er im Gespräch.
Nesthaus • Aus einer alten Hülle wächst neue Architektur: Bei der Casa Nido in Valencias Stadtteil Torrefiel bleibt der massive Backsteinbestand erhalten und wird zum Ausgangspunkt für ein neues Wohnhaus. Ein zentraler Innenhof, ein fast sieben Meter hohes Fenster und ein nach innen gerichteter Treppenkern prägen die räumliche Organisation. Iterare arquitectos erläutert das Konzept.
Das Neue im Alten • Die Zukunft des Bauens soll laut Anna Heringer überraschend unspektakulär aussehen: nicht Hightech und glänzende Innovation, sondern Lehm, Holz und Handwerk. Sie sucht die Zukunft nicht im Neuen, sondern in dem, was längst da ist. Über eine Architektin, die mit alten Mitteln an einer anderen Idee von Fortschritt baut.
Innere Werte • Beton, Holz und recycelte Materialien treffen im Haus der Jugend Südkreuz aufeinander – als Grundlage für ein Gebäude, das sich verändern darf. Eine robuste Stützen-Träger-Struktur aus Beton bildet den dauerhaften Rahmen, während nichttragende Holzwände und Einbauten angepasst, ergänzt oder zurückgebaut werden können. So wird aus dem Jugendhaus ein „Ausbauhaus”, dessen Materialität nicht nur konstruktive, sondern auch soziale Veränderbarkeit ermöglicht.
100 Tonnen Aufmerksamkeit • Stahl prägt die Fassade eines Holzbaus für Kinder. Die Ingeborg-Pohl-Kinderoase von Francis Kéré und Hermann Kaufmann setzt in Münchens Maxvorstadt auf eine markante Cortenfassade aus 2 085 Lamellen. Der starke Materialkontrast wirft Fragen nach Materialeinsatz, Nachhaltigkeit und städtebaulicher Einfügung auf.
Spiel mit Licht • Wenige Materialien, viel Wirkung: In dieser Kita wird Holz nicht nur zum Baustoff, sondern zum prägenden Element der Räume. Stabförmige Wandverkleidungen lenken Tageslicht ins Innere, mikroperforierte Flächen verbessern die Akustik, gerundete Einbauten schaffen Nischen und Begegnungsorte. Selbst das Pultdach arbeitet mit Licht, Schatten und natürlicher Lüftung – und macht aus konstruktiven Entscheidungen ein räumliches Erlebnis für die Kinder.
Mitwachsen • 200 Meter lang, 14 Gleise, Platz für 56 Tramkompositionen: Das Tramdepot in Bern ist vor allem eine hochkomplexe Maschine für den täglichen Betrieb. Doch statt die Technik zu verstecken, macht der Entwurf von Penzel Valier ihre Abläufe, Konstruktion und spätere Erweiterbarkeit zum architektonischen Prinzip. Wie aus Gleisgeometrie, Tragwerk und Funktion ein räumliches Kontinuum entsteht, erklärt Christian Penzel im Gespräch.
Junge Planerinnen und Planer Gabonsa Pavillon
Kleines Werk WandelBar
Unterwegs The Companion Wien • „The Companion“ ist kein klassisches Stadthotel. Dank des Zusammenspiels der Vielfalt von Hotel, Bar und Restaurant wird das kernsanierte Gründerzeithaus vielmehr zu einem Ort, der im Kleinen widerspiegelt, was Wien als Ganzes ausmacht: eine ebenso vitale wie lässige Melange aus Alt und Neu.
Sonderführung ”More is now!“
Sonderführung Verner Panton. Form, Farbe,...